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Postkoloniale Politische Ökologie

Autorin: Tabea Schüssler

“No social justice without environmental justice; and without social justice – for all ecological beings – no justice at all”

(Huggan 2007: 10).

Einleitung

Postkoloniale Politische Ökologie ist ein in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnendes Feld der Politischen Ökologie, welches sich auf den Zusammenhang gesellschaftlicher Naturverhältnisse und historisch gewachsener (globaler) Machtverhältnisse spezialisiert hat. Wichtige Themenfelder sind Ressourcen(-ausbeutung), Produktion von Wissen, (Post-) Development und Umweltschutz

1 Definition – Postkoloniale Politische Ökologie

Da die Postkoloniale Politische Ökologie noch im Entstehungsprozess ist, liegt noch keine endgültige Definition vor. Sie könnte provisorisch als „umweltorientierte postkoloniale Kritik definiert werden, die darauf besteht, [globale Ungleichheiten] […] sowohl in historischen als auch in zeitgenössischen ökologischen und bioethischen Debatten zu berücksichtigen“ (eigene Übersetzung; Curtin 1999, zitiert nach Huggan & Tiffin: 2007: 9).
Der Postkolonialismus erweitert die Politische Ökologie um die Dimension der historisch gewachsenen, politisch und kulturell stabilisierten Machtverhältnisse, die sich auch in der Ausbeutung von Natur und Menschen im Globalen Süden manifestieren und weiter fortschreiben. Ein Fokus liegt auf dem ‚westlichen Überlegenheitsanspruch‘, der immer noch die Debatte um die ‚Entwicklung‘ des Globalen Südens dominiert. In der postkolonialen Politischen Ökologie könnte es darum gehen, inwiefern sich Themen wie z.B. Othering, race, Klasse, Gender, Eurozentrismus etc. auch im Umgang mit der Natur und in der damit verbundenen Wissensproduktion zeigen.

Begrifflichkeiten

„Das Konzept ‚Othering‘ wird als ein kritisches Werkzeug in feministischer Forschung benutzt, genau wie [im Postkolonialismus]. Derjenige, der das ‚Othering‘ betreibt, das ‘Selbst’, welches der Maßstab der Identität, Normalität, Intelligenz und den richtigen Werten ist, macht sich selbst unsichtbar“ und urteilt dabei über das Andere (eigene Übersetzung; Roothaan 2019: 22).Postkolonialismus „benennt eine Politik und Philosophie des Aktivismus, die nach globalen sozialen und ökonomischen Ungleichheiten fragt und so die antikolonialen Kämpfe der Vergangenheit auf neue Weise fortsetzt“ (eigene Übersetzung; Young 2003, zitiert nach Huggan & Tiffin: 2007: 8).

„Post-Development Theoretiker:innen […] sind zutiefst misstrauisch gegenüber den Absichten von Entwicklungsorganisationen und staatlicher Entwicklungspolitik des globalen Nordens und sehen ‚Entwicklung‘ als fatal fehlerhaft an“ (eigene Übersetzung; McEwan 2019: 130).

Ressourcen: Als Rohstoffe gelten nutzbar gemachte, natürliche Ressourcen, z.B. Produkte geologischer, ökologischer und biologischer Prozesse. Sobald sie angeeignet und in Wert gesetzt werden, gelten sie allerdings auch als gesellschaftlich produziert (eigene Definition, nach Vorbrugg 2019: 272).

Hegemonie erklärt die „Art und Weise, wie der Staat und die Institutionen der Zivilgesellschaft die Zustimmung zur Herrschaft dominanter sozialer Gruppen sichern, so dass sie natürlich oder legitim erscheint“ (nach Antonio Gramsci, in: Cupples 2009: 1)

Subalterne Gesellschaftsschichten werden (politisch) durch andere, herrschende Schichten kontrolliert und untergeordnet. Subalternität ist durch hegemoniale Strukturen und soziale Ausgrenzung gesellschaftlich produziert (vgl. Spivak 2020).

Situiertes Wissen: Es gibt kein allumfassendes, objektives Wissen, sondern nur partielle Perspektiven – situiertes Wissen. Die unsichtbaren, meist eurozentrischen, privilegierten Positionen, von welchen aus Wissen produziert wird, hinterlassen Spuren. Die Reflexion der eigenen Positionalität ist die Voraussetzung für Objektivität und verantwortungsvolle Produktion von Wissen (vgl. Haraway 1988; Gregory 2009: 556 f. & 683ff.)

2 Hintergrund

2.1 Entstehung

Der Ursprung der postkolonialen Politischen Ökologie liegt in den kritischen Auseinandersetzungen mit der Politischen Ökologie bzw. ecocriticsm und dem Postkolonialismus bzw. (Post-)Development (vgl. Huggan & Tiffin 2007).
„[Der] Anthropozentrismus, der dem Eurozentrismus zugrunde liegt, rechtfertigte [auch] jene Formen des europäischen Kolonialismus, die indigene Kulturen als ‚primitiv‘, weniger rational und näher an Kindern, Tieren und der Natur betrachten“ (Plumwood 2003, zitiert nach Huggan & Tiffin: 2007: 6). Die anthropozentrische Ausrichtung der Politischen Ökologie wird durch den Postkolonialismus abgelehnt. Gleichzeitig werfen Kritiker:innen dem Postkolonialismus eine Vernachlässigung von Umwelt-Themen vor (ebd.: 3). Der Konflikt zwischen modernen Umweltschutz-Zielen und den Rechten und Stimmen von subalternen Menschen stellt folglich eines der zentralen Themen in der postkolonialen Politischen Ökologie dar. Bspw. lassen sich bei Projekten, bei denen es um Landaneignungen in Namen von Umwelt- und Klimaschutz geht (Grenn-Grabbing), solche Konflikte ausmachen (siehe 3.1 & 5.2) (vgl. Backhouse 2014).

2.2 Verortung

Die postkoloniale Politische Ökologie lässt sich (u.a.) in der kritischen, integrativen Geographie verorten. Dabei ist die Geographie selbst aus einer eurozentrischen Tradition heraus entstanden, ist mitverantwortlich für den europäischen Imperialismus und Kolonialismus und hat einen großen Teil dazu beigetragen, die Hegemonie des Globalen Nordens über die Menschen und Natur des Globalen Südens aufzubauen und fortzuschreiben (vgl.: Zimmerer 2004).
Die westliche Geographie betreibt einerseits eine eurozentristische Produktion von Wissen, versucht jedoch gleichzeitig, subalternen Formen des Wissens, z.B. Indigenes Wissen, Raum und Stimme zu verleihen. Um verantwortungsvoll Wissen zu produzieren, müssen Wissenschaftler:innen ihre oft privilegierte Position sichtbar machen. Daher spielt in der postkolonialen Politischen Ökologie das Konzept der Positionierung und des situierten Wissens eine große Rolle (vgl. Haraway 1988).
“Edward Said (1993: 6) argumentiert, dass koloniale und imperiale Kämpfe explizit geographische Kämpfe waren und geografische Konflikte nicht nur militärischer, sondern auch kultureller Art sind“ (eigene Übersetzung; McEwan 2019: 114).

3 Zentrale Themenfelder

Zu den Themen, die in der postkolonialen Politischen Ökologie diskutiert werden, gehören beispielsweise das Konzept der imperialen Lebensweise (z.B. im Zusammenhang mit grünem Kolonialismus oder Klimagerechtigkeit) (vgl. Brandt & Wissen 2017); ökologische/soziale Resilienz und Vulnerabilität; Ressourcen (dabei insbesondere Green Grabbing), ‚Development‘ bzw. ‚Entwicklung‘; gesellschaftliche Naturverhältnisse und die Produktion von Wissen (vgl.: Wissen 2010; Brunner et al. 2019; Backhouse 2014).

3.1 Grüner Kolonialismus & Green Grabbing

Die Ausbeutung von Ressourcen und die damit verbundenen Konflikte stellen ein wichtiges Thema in der postkolonialen Politischen Ökologie dar. Stichworte sind beispielsweise Extraktivismus, globale Lieferketten, (industrialisierte) Landwirtschaft, Widerstand gegen Land-, Water- und Green Grabbing.
Green Grabbing beschreibt die „globalen Prozesse von Aneignung und Inwertsetzung von natürlichen Ressourcen […] für Umweltzwecke“ (eigene Übersetzung, Backhouse 2014: 1). Es unterscheidet sich dabei von Land Grabbing, indem die teilweise gewaltvolle Umverteilung von Menschen und Ressourcen durch vermeintlichen Umweltschutz legitimiert werden. Die Kontrolle über Land fällt dabei aus umweltstrategischen Gründen in die Hände von großen Unternehmen oder Eliten. Maria Backhouse hat für dieses Konzept ein „flexibles Analysewerkzeug“ entwickelt, welches auf der materiellen, politischen und diskursiven Ebene angewendet wird (ebd.: 15).
In engem Zusammenhang mit oder auch als Teil von Green Grabbing kann grüner Kolonialismus gesehen werden. Hierbei geht es um „teilweise gewaltsam ausgetragene Konflikte um Naturschutzgebiete“ (Schmitt & Müller 2022: 5). Legitimiert durch Naturschutz werden Bewohner:innen für ihre (wirtschaftlichen) Tätigkeiten kriminalisiert und vertrieben, um Platz zu machen z.B. für neue Nationalparks. Dieses Phänomen kann in der Politischen Ökologie am besten aus einem postkolonialen Blickwinkel betrachtet werden (vgl. ebd.: 6).

3.2. Subalternes Wissen

Auch wenn postkoloniale Politische Ökologie als eine „situierte anti-imperialistische [und anti-kapitalistische] Kritik verstanden werden“ kann (Huggan & Tiffin 2007: 10), haben indigene Naturverhältnisse bisher keinen gleichberechtigten Platz in der Politischen Ökologie gefunden. V.a.im Bereich des Umweltschutzes in ländlichen Gebieten des Globalen Südens wurden subalterne Stimmen bisher ungenügend wahrgenommen (vgl. Roothaan 2019: 111).
Durch die Aufklärung und koloniale Wissenssysteme galt indigenes Wissen als primitiv (vgl. ebd.: 4), und/oder wurde romantisiert. Um indigene Ontologien ernst zu nehmen, “sollte die Moderne aufhören, sie von außen zu beschreiben, als ‚Andere‘“ (ebd.: 5).
Genau wie Donna Haraway geht Roothaan auch davon aus, dass niemand im Besitz der einzigen Wahrheit ist – Objektivität ist nur durch situiertes Wissen möglich. So ist es nur möglich, aus der eigenen, reflektierten Position heraus verantwortungsvolles Wissen zu produzieren (vgl. Haraway 1988; Roothaan 2019).

4 Kritik

4.1 Postkolonialismus & (Post)Development

Die Kritik an der postkolonialen Politischen Ökologie lässt sich teilweise aus der separaten Kritik an der Politischen Ökologie (siehe 2.1.) einerseits und dem Postkolonialismus und (Post-)Development andererseits ableiten.
Während das Konzept der ‚Entwicklung‘ dafür kritisiert wurde, nicht auf subalterne Stimmen zu hören, wurde der Postkolonialismus dafür kritisiert, „[…] die Interessen einer intellektuellen Elite im Globalen Norden und nicht der Menschen in ehemaligen Kolonien zu vertreten“ (McEwan 2019: 146). Er romantisiere die echten Lebensumstände in Ländern des Globalen Südens und ignoriere dabei akute Probleme marginalisierter Menschen, wie z.B. Verletzungen von Menschenrechten (vgl. ebd.).
Post-Development andererseits würde sich zu sehr auf die Kritik der ‚Westernisierung‘ der Entwicklungsdebatte fokussieren. Mit der grundsätzlichen Ablehnung von ‚Development‘ ließe Post-Development außer Acht, dass in der entwicklungskritischen Literatur für eine Reform statt einer generellen Ablehnung von Entwicklungseinrichtungen plädiert wird (vgl. McEwan 2019: 122).
Der Kritik am Postkolonialismus, nicht genug lösungs- und handlungsorientiert zu sein, kann durch die Verzahnung mit der eher aktivistischen Politischen Ökologie entgegengewirkt werden (ebd.: 49; vgl. Huggan & Tiffin 2007: 8).

4.2 Othering

Da sich das Feld der postkolonialen Politischen Ökologie noch im Entstehungsprozess befindet, gibt es eine geringe Anzahl Wissenschaftler:innen, die sich als wichtige Vertreter:innen davon sehen. Entsprechend stehen ihnen ebenso wenige Kritiker:innen gegenüber, sodass sich Kritik an postkolonialer Politischer Ökologie daher vor allem aus Kritik am Postkolonialismus und an der Politischen Ökologie herleiten lässt.
Ein wesentlicher gemeinsamer Kritikpunkt besteht darin, jene Form von ‚Othering‘ zu betreiben, die verhindert bzw. bekämpft werden soll (vgl. Huggan, & Tiffin 2007: 10). In der postkolonialen Politischen Ökologie geschieht dies meist im Zusammenhang mit Forschung zu alternativem z.B. indigenem Wissen. Dabei eignen sich meist westliche Wissenschaftler:innen die Stimmen subalternen Menschen an, ohne dabei selbst „in den Vordergrund einer angreifbaren und verantwortungsvollen Positionierung“ zu treten (Neuburger et al. 2020: 2).

4.3 Natur & Kultur

In der postkolonialen Politischen Ökologie herrscht ein Spannungsfeld zwischen ökologischer und sozialer Gerechtigkeit (vgl. Huggan & Tiffin 2007: 10). Es gibt einige Beispiele von Green Grabbing, bei welchen zugunsten eurozentrischen Naturschutzes indigene Naturverhältnis se missachtet wurden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn zum „Erhalt der Biodiversität“ Nationalparks gegründet werden, dabei aber die dort bereits vorhandenen (indigenen) Praktiken im Umgang mit der Natur nicht akzeptiert werden und in Kauf genommen wird, dass Menschen ihr Land verlieren (vgl. Backhouse 2014; Schmitt & Müller 2022: 5f.).
Allerdings kann es auch anders kommen: Anhand Amitav Ghoshs Essay „The Hungry Tide“ (2004) beschreiben Huggan und Tiffin einen Konflikt, in welchem auf einer indischen Insel durch Zuzug von Menschen immer mehr Raum benötigt wird. Deshalb versuchen die Menschen, die Tiger, die dort in geschützten Gebieten leben, zurückzutreiben oder teilweise sogar auszurotten (vgl. Huggan & Tiffin 2007: 4).
Die dem Postkolonialismus vorgeworfene Romantisierung von gesellschaftlichen Naturverhältnissen im globalen Süden wird in diesem Text beispielhaft indirekt kritisiert. Menschen haben ihren eigenen Weg, mit der Natur umzugehen, in der sie leben (vgl. Roothaan 2019).
An der Kritik am Postkolonialismus, Umweltthemen auszulassen, einerseits und an der Politischen Ökologie, subalterne Lebensweisen nicht genug Beachtung zu schenken, kann mithilfe eines vereinenden Blickwinkels der postkolonialen Politischen Ökologie gearbeitet werden.

5 Anwendungsbeispiele

5.1 Coltan in der D.R. Kongo

Im Osten der DR Kongo arbeiten mehr als eine Mio. Menschen in unreguliertem Kleinbergbau. Seit sich die Konflikte im Kongo zu Beginn des Jahrtausends wieder verstärkt haben, wurde der erste Teil der Lieferkette von Mineralien wie Coltan immer mehr durch Milizen kontrolliert. Dabei wird das abgebaute Coltan über die Grenze nach Uganda und Ruanda geschmuggelt und von dort aus auf legale Weise auf den internationalen Märkten weiterverkauft (vgl. Brzoska & Oßenbrügge 2013: 45ff.).
Durch den organisierten Abbau und Schmuggel von Mineralien finanzieren die Milizen den Konflikt im Osten des Kongos und sorgen auch für Zerstörung von Umwelt und die Gefährdung der letzten noch lebenden Berggorillas im nun geschlossenen Virunga-Nationalpark (vgl. Rühl 2017).
Dennoch bleibt der Kleinbergbau die Existenzsicherung vieler dort lebender Menschen, die sich ohne ihre Arbeit auch den Milizen anschließen könnten. Ein Lösungsweg könnte eine Zertifizierung sein, um den Konflikt zu entschärfen, ohne die lokale Bevölkerung dabei zu beeinträchtigen. Eine Zertifizierung könnte auch den Schutz der Natur miteinschließen (vgl. Brzoska & Oßenbrügge 2013: 46f.).
Der Blickwinkel einer postkolonialen Politischen Ökologie kann bei diesem Beispiel hilfreich sein, an einer Lösungsstrategie zu arbeiten, die sowohl die (historisch gewachsene) soziale, politische und wirtschaftliche Situation der lokalen Bevölkerung, als auch den (ebenfalls historisch gewachsenen) Umweltschutz berücksichtigt.

5.2 Palmölanbau

Der indonesische Palmölsektor ist durch ein vielschichtiges Geflecht aus sozialen und ökologischen Problemen geprägt. Der steigende Bedarf an Regenwaldflächen für die Palmölplantagen wird zunehmend durch Rodungen auf Gebieten lokaler Kleinbäuer:innen gedeckt. Diese „Naturaneignungspraktiken […] können […] auf der nationalen oder internationalen Ebene legitimiert werden“ (Brad 2019: 32), indem z.B. Zertifizierungssysteme Anwendung finden, die nicht zuletzt auch durch (westliche) NGOs wie dem WWF unterstützt werden.
Ein ähnlicher Prozess findet im Amazonas-Regenwald statt: Dort wird mithilfe von politischem Framing der traditionelle Maniok-Anbau der indigenen Kleinbäuer:innen von der Palmölindustrie als umweltschädlich bezeichnet. So können anschließend auf als degradiert ausgewiesenen Böden im Regenwald Palmölplantagen angelegt werden. Diese strategische Landnahme erfährt eine Legitimation dadurch, dass den Palmölplantagen Klimafreundlichkeit, CO2-Speicherkapazitäten und Entwicklungsförderung attestiert werden (vgl. Backhouse 2014: 12 f.). Das Beispiel der Palmölplantagen im Amazonas-Regenwald verwendet Backhouse, um das Konzept des Green Grabbings zu erklären.
Auch bei diesen Beispielen macht es eine postkoloniale Politische Ökologie möglich, die komplexen Verbindungen zwischen historisch gewachsenen Machtverhältnissen und ökologischen Gegebenheiten zu analysieren.

 

6 Fazit

Eine Erweiterung der Politischen Ökologie um einen postkolonialen Blick ermöglicht eine Reflexion der Grundsätze der Wissensproduktion und schafft Raum für subalterne Stimmen. Die postkoloniale Politische Ökologie kann so den historischen, kolonialen Ursprung der ökologischen Krise(n) und deren Zusammenhang mit aktuellen globalen Machtverhältnissen analysieren und offenlegen.

7 Siehe Auch

7.1 Artikel

Müller, F.; ZIai, A. (2015): Eurozentrismus in der Entwicklungszusammenarbeit. In: Bundeszentrale für politische Bildung (2015): Aus Politik und Zeitgeschichte, Bd. 7 – 9; In: www.bpb.de/apuz/200363/eurozentrismus-in-der-entwicklungszusammenarbeit?p=all

Ziai, A. (2010): Zur Kritik des Entwicklungsdiskurses. In: Bundeszentrale für politische Bildung (2010): Aus Politik und Zeitgeschichte, Bd. 10; In: www.bpb.de/apuz/32908/zur-kritik-des-entwicklungsdiskurses?p=all

Rühl, B. (2017): Der Kampf um Kongos Naturschatz. In: https://www.deutschlandfunkkultur.de/ranger-im-virunga-nationalpark-der-kampf-um-kongos-100.html

Cole, T. (2012): The White-Savior Industrial Complex. In: The Atlantic; www.theatlantic.com/international/archive/2012/03/the-white-savior-industrial-complex/254843

Glokal e.V. (2013): Mit kolonialen Grüßen; 2. Auflage; In: www.glokal.org/wp-content/uploads/2013/09/BroschuereMitkolonialenGruessen2013.pdf

7.2 Videos

Boros, A. (2016): Fuck white tears. In: www.youtube.com/watch?v=zbI0IGZwMCc

Adichie, C. (2009): Die Gefahr einer einzigen Geschichte. In: www.youtube.com/watch?v=D9Ihs241zeg&t=20s

Crenshaw, K. (2016): The urgency of intersectionality. In:  www.youtube.com/watch?v=akOe5-UsQ2o

7.3 Homepages

Glokal e.V.: Connecting the Dots, In: www.connecting-the-dots.org

Glokal e.V.: www.glokal.org

Oekom: Politische Ökologie. Die Zeitschrift für Weiterdenker*innen. In: www.oekom.de/zeitschrift/politische-oekologie-6

Kollektiv Orangotango: www.orangotango.info

Backhouse, M. (2014): Green grabbing. A new form of primitive accumulation. In: Pléyade, Revista de Humanidades y Ciencias Sociales, Bd. 18, S.131 – 157.

Brad, A. (2019): Der Palmöl-Boom in Indonesien: Zur Politischen Ökonomie einer umkämpften Ressource. In: Edition Politik, Bd. 78. transcript, Bielefeld.

Brandt, U.; Wissen, M. (2017): Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus. 5. Auflage. Oekom. München.

Brzoska, M.; Oßenbrügge, J. (2013): Kontroversen zu Knappheit und Überfluss von Ressourcen als Konfliktursache. In: Neuburger, M. (Hrsg.): „Entwicklungsländer“? Verwickelte Welten – auf der Suche nach Norden und Süden. Hamburg. (Hamburger Symposium Geographie, Bd. 5).

Cupples, J. (2009): Resistance. In: Elsevier et al. (Hrsg.) (2009): International Encyclopedia of Human Geography. S. 370 f.

Gregory, D. et al. (Hrsg.) (2009): Dictionary of Human Geography. 5. Auflage. Wiley – Blackwell.

Haraway, D. (1995) [1988]: Situiertes Wissen: Die Wissenschaftsfrage im Feminismus und das Privileg einer partialen Perspektive. In: Hammer, C; Stiess, I. (Hrsg.) (1995); Haraway, D. [1988]: Die Neuerfindung der Natur. Primaten Cyborgs und Frauen. Campus. Frankfurt/Main. New York.

Huggan, G.; Tiffin, H. (2007): Green Postcolonialism. In: Interventions, Bd. 9., S. 1 – 11. Taylor & Francis.

McEwan, C. (2019): Postcolonialism, Decoloniality and Development. Routledge. New York.

Neuburger, M.; Schmidt, K.; Schmitt, T.; Singer, K. (2019): Auf der Suche nach „neuen“ Zugängen? Postkoloniale Theorien und Ansätze des Postdevelopments. In: Schneider-Sliwa, R. et al. (Hg.): Lehrbuch Humangeographie

Roothaan, A. (2019): Indigenous, Modern and Postcolonial Relations to Nature. Negotiating the Environment. Routledge.

Rühl, B. (2017): Der Kampf um Kongos Naturschatz. In: https://www.deutschlandfunkkultur.de/ranger-im-virunga-nationalpark-der-kampf-um-kongos-100.html

Schmitt, T.; Müller, F. (2022): Post- und dekoloniale Politische Ökologie, In: Hackfort, S.; Gottschlich, D.; Schmitt, T.; Winterfeld, U. (2022): Handbuch Politische Ökologie. Theorien, Konflikte, Begriffe, Methoden. Transkript (im Erscheinen).

Spivak, G. C. (2020) [1988]: Can the subaltern speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation. Turia.

Vorbrugg, A. (2019): Ressourcen. In: Brunner, J.; Dobelmann, A.; Kirst, S.; Prause, L. (Hrsg.) (2019): Wörterbuch Land- und Rohstoffkonflikte. Transcript.

Zimmerer, J. (2004): Im Dienste des Imperiums. Die Geographen der Berliner Universität zwischen Kolonialwissenschaften und Ostforschung. In: Jahrbuch für Universitätsgeschichte, Bd. 7, S. 73 – 100. Berlin.

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